Liquid Plate Sealer CANDOR

Verbesserung der Varianz von ELISA durch Stabilisierung

Wenn man ELISA-Platten coatet und blockiert, dann gibt es – trotz gleichmäßiger und sorgfältiger Durchführung – bei jedem neuen Coating-Prozeß minimale Abweichungen zum vorherigen bzw. jedem folgenden Coating-Prozeß.
Letztlich unterscheidet sich die Bindekapazität und strukturelle Anordnung der Fänger-Moleküle jedes Mal ein wenig.
Der Grund für diese Unterschiede liegt in vielen verschiedenen und zum Teil schwer beeinflussbaren Aspekten, wie z.B. der Luftfeuchtigkeit und der Raumtemperatur bei der Beschichtung oder auch manchmal kurzfristig auftretender statischer Ladungseffekte der ELISA-Platten.
Diese Varianz ist meist deutlich größer, wenn man zwei Platten vergleicht, die an unterschiedlichen Tagen vollständig unabhängig voneinander gecoatet wurden, als wenn man zwei Platten vergleicht, die in einem einzigen Beschichtungsvorgang an einem Tag direkt nacheinander beschichtet wurden.
Neben vielen anderen Faktoren erhöht die Varianz der verschiedenen gecoateten ELISA-Platten den Gesamt-Variationskoeffizienten eines ELISA. Wenn man nun z.B. in einer Validierung die Tag-zu-Tag Präzision (inter-assay-precision) von ELISA ermittelt, gibt es häufig einen messbaren Unterschied, wenn entweder unabhängig voneinander an verschiedenen Tagen beschichtete Platten vermessen werden oder aber verschiedene Platten vermessen werden, die alle an einem Tag bzw. in einem „batch“ produziert wurden.
Damit man diese Platten aus einem batch bzw. einer Produktionscharge an verschiedenen Tagen oder über mehrere Wochen und Monate hinweg vermessen kann, müssen diese allerdings stabilisiert werden.
Hierzu bietet sich die Behandlung mit Liquid Plate Sealer® an.
Stabilisierte Platten lassen sich meist über Wochen und Monate – bei trockener Lagerung bei 4°C (z.B. mit Trockenmittel eingeschweißt in Aluminium-Beutel) sogar über Jahre lagern.
Das Vorgehen ist hier ähnlich wie bei kommerziell erhältlichen ELISA-Kits.
Die Vorratshaltung nach Stabilisierung von Platten kann damit auch helfen, die Variationskoeffizienten von ELISA verbessern.
Für viele Validierungen – z.B. auch im Bereich pharmakologischer und sicherheitsrelevanter Studien – ist dieses Vorgehen der Vermessung von stabilisierten Platten sehr gut anwendbar. Dies kann jedem Anwender helfen, die Validierungskriterien in Bezug auf die Präzision bzw. Zuverlässigkeit von Assays einfacher zu erfüllen.
Der Einfluß der Stabilisierung auf die Verbesserung der Variationskoeffizienten ist abhängig vom verwendeten Material, von den verwendeten Fänger-Antikörpern bzw. Fänger-Antigenen und dem verwendeten Assay. Daher lässt sich hier keine allgemeingültige Vorhersage treffen, sondern jeder einzelne Assay ist wie gewohnt zu validieren.
Die Vorgehensweise der Stabilisierung von ELISA-Platten und anderen Komponenten (wie z.B. dem Detektor-Konjugat mit HRP-Protector™ oder LowCross-HRP®) ist mittlerweile nicht nur in der Produktion von ELISA-Kits, sondern auch in der „Produktion“ von selbst-erstellten ELISA für präklinische oder klinische Studien oder für länger dauernde Forschungsstudien vielfach etabliert.

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